Knoblauch

Dr. Dieter Zittlau

Oft gebraucht, aber meist unterschätzt


Als sich die Athleten im alten Griechenland mit Knoblauch "dopten", wußten sie bereits um die leistungsfördernde Qualität dieser Knolle. Natürlich zählte dabei auch der Schutz vor bösen Geistern, und selbst der berüchtigte Graf Dracula soll ja vor Knoblauch Reißaus genommen haben. Letzteres steht heute wohl nicht mehr im Vordergrund der Verwendung. Knoblauch gilt jedoch schon seit langem als natürliches Antibiotikum. So ist er bereits bei den verheerenden Pestepidemien vergangener Tage zur Anwendung gekommen und galt noch im 2. Weltkrieg als "russisches Penicillin" gegen Infektionskrankheiten. Zwar ist seine Wirkung deutlich schwächer als die des echten Penicillins, dafür entwickeln die Erreger aber gegen den Knoblauch auch keine Resistenz, man kann ihn also immer wieder einsetzen. Ein Teil seiner Wirkstoffe wird über die Lungen ausgeschieden und erzeugt den berühmten Knoblauchgeruch. Seine Wirkstoffe haben aber appetitanregende, verdauungsfördernde, harntreibende und allgemein kräftigende Wirkung. Er soll auch die Potenz heben, was man aber wohl nur testen kann, wenn es den Partner nicht stört. Knoblauch beugt vielen Zivilisationskrankheiten vor, insbesondere denen des Herz- Kreislaufsystems. Aber auch wer bereits an Bluthochdruck oder Arterienverkalkung leidet, kann sich von Knoblauch Hilfe erhoffen.

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